Cyberzerk
Frisch aus dem Alien-Brutkasten
Mit “Alien Breed“ wurde Team 17 seinerzeit schlagartig berühmt; in Zusammenarbeit mit dem Hardware-Spezialisten Boeder versucht das neue Century-Team aus Hannover es ihnen gleichzutun – leider etwas zu gleich!
![]() Daß sie mit dieser Einschätzung gar nicht mal so falsch liegen, wird jedem klar, der erstmal den ganzen Umfang der Aufgabe erkennt. Denn das in einzelne Abschnitte unterteilte Schiff besteht aus unglaublich vielen, relativ kleinen Räumchen, in denen verschiedene Wachroboter ihren Dienst tun. Mit einem kümmerlichen Bildschirmleben ausgestattet, stürzt man sich ins Geschehen, dazu kämpft man auch noch gegen die verrinnende Zeit. Simples Überleben allein genügt dabei nicht, denn der Spieler darf den nächsten Abschnitt nur betreten, wenn im vorherigen das komplette Wachpersonal erledigt wurde. Immerhin läßt sich eine Übersichtskarte aufrufen, um kleine Räume zu übersehen – dafür muß man allerdings zuvor das passende Extra aufgesammelt haben.
Das eintönige Verhalten der elektromechanischen Gegenseite ist denn auch der wundeste Punkt des Games. Doch fast ebenso langweilig ist die grau in grau gehaltene Grafik, die vor allem durch die Vogelperspektive stark an “Alien Breed“ erinnert, aber weit weniger Details enthält. Gleich ganz gespart hat man sich das Scrolling, stattdessen wird mit einer Art „Bildstörung“ auf das nächste Robbi-Stübchen umgeschaltet. Gut gelungen sind demgegenüber die Sound FX und die Begleitmusik, Auch die Sticksteuerung arbeitet exakt, lediglich über die arg großzügige Kollisionsabfrage könnte man meckern. Ja, realistischerweise kann man sich hier im Zwei-Spieler-Modus sogar gegenseitig abballern! In letzter Instanz ändert freilich selbst dieses innovative Feature nichts am schalen Gameplay: aus dem Senkrechtstart dürfte es somit nichts werden – weder für Century noch für Boeder... (C. Borgmeier) Amiga Joker, April 1993 |
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hinzugefügt: October 31st 2013
Magazin: AJ
Punkte: 1
Hits: 1601
Sprache: german